Definition 

Fasziendistorsions-Modell (FDM)

Es erscheint mir sehr wichtig drei grundsätzliche unterschiedliche Begriffe zu klären, die leider zu oft noch von Therapeuten und dadurch auch von Patienten verwechselt werden.

Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos ist das theoretische Konzept 

Das Fasziendistorsionsmodell nach Dr. Stephen Typaldos,  DO.​ ist ein eigenständige medizinische Konzept, in der die Ursache für sämtlich Verletzungen, körperliche Beschwerden,  Funktionseinschränkungen und anderen Krankheitsbilder auf bestimmte reversible Verformungen des Bindegewebes zurückführt werden. (sog. Fasziendistorsionen). ​

Das FDM ist somit eine völlig eigenständige medizinische Betrachtungsweise und für Ansichten gibt es keine Kontraindikationen, d.h. sie ist auf jedem medizinischen Bereich anwendbar. ("think in the model").

 

Die Typaldos Methode ist die manuelle Anwendung des FDMs

Die praktisch therapeutische Umsetzung des FDM als eine spezielle manuelle Methode, nennen wir die Typaldos Methode. Diese ist zwar methodenneutral - aber jede der 6 verschieden Fasziendistorsionen benötigt eine hochspezifische - an die Schmerzgestik angelehnte Therapie. Spezielle manuelle Grifftechniken kommen hier zum Einsatz, diese haben nichts mit "Faszien Therapien" andere Therapieformen zu tun, denn wir behandeln Fasziendistorsionen!

Typaldos Medizin

Jede andere Methode, die geeignet ist Fasziendistorsionen spezifisch zu beheben, ist hier vertreten. Z.B. Anwendungen des FDM in der aktiven Physiotherapie, im Sport, aber auch in der Chirurgie usw.

​Was sind Fasziendistorsionen?

Das FDM postuliert dreidimensionale Verformungen im Bindegewebe (sog. Fasziendistorsionen). Das können z.B. Verdrehungen, Verklebungen oder Verrenkungen sein. Aus Sicht des FDM sind sie der Schlüssel zur Diagnostik und Behandlung von körperlichen Beschwerden.

 

Ziel jeder Behandlung nach dem FDM ist es, Fasziendistorsionen durch gezielte Behandlungstechniken (z.B. mit den Handgriffen der Typaldos-Methode) zu korrigieren. Mit dieser Korrektur geht eine deutliche Abnahme der Beschwerden und verbesserte Funktion einher.

Warum ist es ein Modell ?

Zunächst mag das ja irritierend klingen. Aber ganz im Gegenteil: Modelle spielen in den Naturwissenschaften / Medizin (als Erkenntniswissenschaft mit naturwissenschaftlicher Methoden) eine wesentliche, um nicht zu sagen überragende Rolle, um komplexe Vorgänge verständlich zu machen.

 

Die darin formulierten Gesetzmäßigkeiten ermöglichen es bestimmte Vorhersagen zu treffen. Diese müssen/müssen nicht in der beobachteten Realität dann eintreten (verifiziert / falsifiziert). Alle Fachdisziplinen in der Medizin arbeiten mit solchen Modellen (z.B. das orthopädisches oder neurologische Modell).

 

Das FDM ist ein empirisch analytisches Modell.

Stephen Typaldos D.O., war ein Notfallmediziner und Osteopath und entwickelte das FDM 1991. Er formulierte auf Basis seiner empirischen Beobachtungen modellhaft die Zusammenhänge zwischen spezifischen Faszien Verformungen, damit verbundenen typischen Beschwerdemuster und effektiven Behandlungsmöglichkeiten.

 

Er beobachtete bei seinen Patienten immer wiederkehrende Muster, wie sie ihm ihre Beschwerden zeigten und beschrieben und gewann dabei den Eindruck, dass sie dabei auch - auf unbewusste Weise  -  genau wussten was ihnen fehlte und sogar über geeignete Lösungsansätze verfügten.

Die Analyse der Bodylanguage und Beschreibungen ergaben, dass scheinbar das Bindegewebe als gemeinsamer Nenner übrig zu bleiben schien und er leitet daraus die Hypothese ab, dass darin dreidimensionale Formveränderungen auftreten (sog. Fasziendistorsionen).

 

Das Einmaleins im FDM ist sechs  (1x1=6)

Diese Fasziendistorsionen verursachen 6 verschiedene charakteristischen Beschwerdemuster hervor. Sie werden vom Patienten präzise wahrgenommen und unbewusst nonverbal (gestisch) und bewusst (verbal) kommuniziert.

 

Diese Fasziendistorsionen sind Gedankenkonstrukte für den therapeutischen Prozess. Damit werden sie systematisierbar und vergleichbar und  können durch jeweils spezielle Handgriffe / andere Methoden unter Anleitung der Patienten behoben werden.

 

Jede der 6 verschiedenen Fasziendistorsionen benötigt eine eigenständige und spezifische –an die Schmerzgestik angelehnte- Therapie, deren Ziel es immer ist den ursprünglichen Zustand
wiederherzustellen.  D.h. die Fasziendistorsion zu beheben und damit die Beschwerden ursächlich zu beheben.

  • wenn ein Faszien Strang verdreht ist, wird er zurück gedreht 

  • wenn ein Gelenk verfaltet, dann wird es zurück gefalten

  • wenn ein Gewebe in eine Lücke eingeklemmt ist, dann wird es wieder zurückgedrückt

Faszinierend präzise und erfolgreich 

Die moderne Medizin sollte im Grunde genommen eine Dienstleistung am Patienten sein, die sich am therapeutischen Erfolg zu orientieren hat. Dies wird gelegentlich bei dem z.T. gigantischen diagnostischer Aufwand im schulmedizinischen Setting übersehen, der nicht selten in einen geradezu bescheidenden therapeutischen Flaschenhals mündet. 

Der Diagnose im FDM kommt dagegen nur eine hypothetische Annahme zu. Fasziendistorsionen sind die Ursache für die Beschwerden der Patienten und zugleich ihre Diagnose. Diese Annahme bleibt solange bestehen, bis der Behandlungserfolg über die Richtigkeit der Hypothese entscheidet.

 

Das bedeutet, dass wir im therapeutischen Prozess nach dem FDM zunächst die Beschwerden auf spezifische Faszien Verformungen zurückführen, diese dann durch die 3 Säulen Diagnostik identifizieren und in Folge in einer sinnvollen Weise rückformen. Dabei kommt es in den meisten Fällen unmittelbar zur deutlichen Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung. Der Patient kann unmittelbar nach der Therapie an sich selbst den Behandlungserfolg / oder Misserfolg  beurteilen. 

Dr. Klaus Wachter
Wahlarzt für Allgemeinmedizin
 
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