Der diagnostische Prozess im FDM

Unzufriedenstellende Resultate

Dr. Stephen Typaldos,  DO.​ (March 25, 1957 – April 5, 2006) haderte bereits zu seiner Zeit mit diesem Phänomen, dass herkömmliche medizinischen Methoden - wie die Verabreichung von Schmerzmittel, Ruhigstellungen, aber auch osteopathischen und chirotherapeutschen Methoden so einen geringen Erfolg bei bestimmten Weichteilverletzungen wie z.B. Knöchelverstauchungen, akuten Nackenschmerzen aber auch bei chronischen Schmerzzuständen hatten. Diese unbefriedigende Resultate konnte er auch weder durch ausgeklügelte apparative Diagnostik, (Ultraschall, CT, MRT, NLG) und noch durch verfeinerte Manipulationstechniken verbessern.

​Patient ist Experte seiner Beschwerden

Daher fing Dr. Typaldos an seine Patienten zu befragen und zu seiner Überraschung hatten viele eine sehr konkrete Vorstellung über die Art ihrer Beschwerden. In vielen Fällen hatten die Patienten unbewusst den geeigneten Lösungsansatz, den sie mit einer sehr konkreten Gestik und verbaler Beschreibung äußern konnten.

Nur diese Schmerzsprache war weder in der Osteopathie noch in der Schulmedizin bekannt. Dr. Typaldos begannt Muster zu erkennen, die in sehr typischer Weise bei seinen Patienten auftraten und leitete daraus die Hypothese ab, dass es in der Faszie zu dreidimensionalen Formveränderungen kommt, die vom Patienten sehr unterschiedlich wahrgenommen und präzise kommuniziert werden. Sowie durch sehr spezifische Manöver - unter enger Feedback mit dem Patienten - behoben werden können.

​Interpretation der Schmerzgestik als Schlüssel zur Diagnose

Die FDM Diagnostik basiert auf drei Säulen und führt zu einer eigenständigem FDM-Diagnose, die letztendlich auch zu Neueinschätzung von Krankheitsbegriffen bei schulmedizinischen Diagnosen führt. (Stichwort reversibel).

 

Das Alleinstellungsmerkmal dieser Methode ist die sogenannte Schmerzgestik oder Bodylanguage. Diese ist das Darstellen der Beschwerden mit den Händen und des Körpers.

 

Diese Gestensprache ist Ausdruck der Eigenwahrnehmung der Patienten. Sie ist nonverbal, unbewusst, kulturunabhängig und weltweit gleich. Das geschulter Auge des Therapeuten kann diese sehr spezifischen Muster sogleich entschlüsselt und direkte Hinweise auf die einzelne Fasziendistorsionen bekommen.

​Eine umfassende Anamnese (Entstehung, Unfallmechanismus, typische Schmerzbeschreibung) und körperliche Untersuchung mit patientenspezifischen Belastungstests ergänzen den FDM-Befund. 

 

Letztendlich sind die Beschwerden der Patienten zugleich die Diagnose im FDM. Die präzise Wahrnehmung der Schmerzen (das "wo" und "wie") sowie das Empfinden von Funktionseinschränkungen  (wie Schwäche, Instabilität) führen unmittelbar zur Diagnose. 

 

Derzeit läuft eine FDM Studie: "Schmerzgestik – Verhaltensbiologische Studie zur Klassifizierung der Gestensprache" mit Prof. Dr. Elisabeth Oberzaucher, Department für Evolutionäre Anthropologie, Department für Verhaltensbiologie, Universität Wien, die erste Resultate sind vielversprechend.

Patientenorientierung im FDM

Zwangsläufig ergibt sich durch dieses patientenorientierte Diagnose- und Therapiekonzept - Patienten sind Experten Ihrer Beschwerden und Wegweiser zum Erfolg - eine Neubewertung des Arzt-Patienten Verhältnis.  Auf einmal steht nicht die wissenschaftliche Expertise des Arztes, sondern die Kompetenz des Patienten im Mittelpunkt. 

Neue Diagnosen führen zu neuen Therapien

Der Erfolg gab Dr. Stephen Typaldos recht. Er erkannte, dass die körpereigene Wahrnehmung des Patienten - sprich seine präzise Propriozeption und Nociception -  als Grundlage des diagnostischen Prozesses im FDM jeder Diagnose von Außen (sei sie manuell oder apparativ) überlegen ist. 

Das Fasziendistorsionsmodell nach Dr. Stephen Typaldos,  DO.​ ist somit eine völlig eigenständige medizinische Betrachtungsweise, in der die Ursache für sämtlich Verletzungen, körperliche Beschwerden,  Funktionseinschränkungen und anderen Krankheitsbilder auf bestimmte Verformungen in der Faszie zurückführt wird. (sog. Fasziendistorsionen). ​Bei diesen 6 Fasziendistorsionen bleibt die Integrität der Faszie erhalten, sie ist nur reversibel verformt (z.B. verklebt, verdreht, eingezwickt/verklemmt oder verfaltet). Stichwort reversibel: "nicht kaputt, nur verklebt". 

Diese neue medizinische Betrachtungsweise im FDM führt zur Neubewertung von herkömmliche Krankheitsbegriffe und zu neuen Diagnosen und letztendlich zu neuen Therapien. 

 

Im FDM kommen keine Begriffe wie Arthrosen oder Bandscheibenvorfälle vor – denn diese sind Vorstellungen aus anderen medizinischen Modellen (z.B. dem orthopädischen), die aus unserer Sicht nicht für die Beschwerden verantwortlich sind.

 

   It's only a matter of perspective; our therapeutic actions

   are determined by how we imagine the human body.

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Dr. Klaus Wachter
Wahlarzt für Allgemeinmedizin
 
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